Entscheidungen

Tagtäglich treffen wir Entscheidungen. Es fängt mit dem Augenaufschlag oder dem schlummern Button am Morgen an. Sie begleiten uns beim Frühstück: „möchte ich lieber Müsli oder doch Toast?“ Und zieht sich so durch den Tag. Oft hört es erst dann auf, wenn wir im Bett liegen und schlafen. Die meisten Entscheidungen fallen uns nicht schwer. Wir haben Lust auf etwas Süßes also greifen wir zur Schokolade.

Erst beim Auspacken der Schokolade, überlegen wir, ob wir wirklich den ersten Biss machen sollten. Eventuell können wir nicht mehr aufhören, bis die Tafel schließlich alle ist. Dann bekommen wir schlechte Laune, da wir eine bewusste Entscheidung treffen müssen. ESSEN oder NICHT ESSEN?!

Ich werde lieber vor eine unumstößliche Tatsache gestellt als vor eine Entscheidung. Mir fällt es unglaublich schwer Entscheidungen zu treffen und dann, wenn ich diesen Schritt getan habe, fällt es mir umso schwerer zu diesen Entscheidungen zu stehen.

Ich überlasse gern Andern die Entscheidungen. Ich behaupte es sei mir egal, wie die Entscheidung ausfällt, habe aber innerlich eine eigene Entscheidung getroffen. Wenn ich merke, ich hätte sie anders gelöst, weis ich nicht, wie ich damit umgehe, da ich die Wahl jemanden Andern überlassen habe. Jemand Anderen der für die Entscheidung verantwortlich ist. Ich war nur ein Teil der Kette, so kann ich mich auch, mit einem für mich nicht erfolgreichen Ausgang der Situation, zufrieden geben.

Aber warum fällt es mir so schwer Entscheidungen zu treffen? Liegt es daran, dass ich unsicher bin? Oder dass ich oft selbst nicht weiß, was ich überhaupt möchte. Ich habe das Gefühl, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, dass diese dann Endgültig sei. Ich habe das Gefühl nicht mehr zurück auf Punkt 0 zu kommen. Ich vertrete meine Meinung und meine Ansichten, jedoch ist es mir nicht unbedingt wichtig, dass andere Menschen auch dieser Ansicht sind. Ich bestehe weder auf diese Meinung noch verharre ich zu lang.

Allerdings passiert es dann nicht selten, dass ich die Bedürfnisse der Anderen vor meine Eigenen stelle. Und zu einem späteren Zeitpunkt merke, dass ich vieles einfach nicht kann oder möchte.

Ich möchte die Akzeptanz dafür entwickeln, dass es gut und wichtig ist, Entscheidungen zu treffen.
Und das Entscheidungen nicht zwingend schwierig sein müssen, sondern auch Gutes an sich haben.

Es ist nur natürlich seine Bedürfnisse gelegentlich über die der Anderen zu stellen, auch wenn dies kurzzeitig für doofe Stimmung sorgt. Es ist okay NEIN zu sagen, wenn es einem zu viel wird.

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