Bewerbungsmappe

Meine Mappe

Die Bewerbungsmappe ist so mit das aufwendigste und Zeit intensivste, wenn man sich für einen künstlerischen Studiengang interessiert.

In den allermeisten künstlerische/Designfächern muss man sein Interesse, sein Talent und sein Können den Hochschulen in Form einer Mappe, natürlich mit von dir selbst erstellen Arbeiten präsentieren.

So können die Hochschulen sich einen ersten Einblick von dir machen und sich einen Überblick über deine Fähigkeiten verschaffen.

Inzwischen habe ich auch viele Erfahrungen mit den unterschiedlichen Bewerbungsverfahren gemacht. Seit Ende 2017 bewerbe ich mich für ein Designstudium, genauer gesagt für Kommunikationsdesign oder Visuelle Kommunikation. An sieben Hochschulen innerhalb von Deutschland habe ich es schon versucht, gerade bin ich auch wieder dabei mich auf eine neue Bewerbung vorzubereiten.
Gleich bei meinen ersten Bewerbungsanlauf bestand ich die Aufnahmeprüfung in Potsdam. Leider konnte ich da dann aber doch nicht, wie geplant im Wintersemester, anfangen, da ich auf der Warteliste stand und dann doch keinen Studienplatz bekam. Es hat einfach zu wenig Plätze für zu viele Bewerber gegeben. Sehr ärgerlich! Nach diesem Niederschlag, der mir anfangs den Mut und die Hoffnung nahm, machte ich trotzdem weiter! Wie sagt man so schön: Gute Dinge brauchen Ihre Zeit!

Aquarell Arbeit

Bewerbungsmappe

In vielen Fällen ist es so, dass du die Mappe mit deinen Arbeiten Abgeben musst oder hinschicken sollst und wenn deine Mappe „bestanden“ hat, wirst du zur Eignungsprüfung/Aufnahmeprüfung eingeladenen, die dann über deinen Studienplatz entscheidet. Zu Thema Eignungsprüfung mache ich noch einen extra Beitrag.

Bevor du mit deiner Mappe beginnst informiere dich genau, wie der Bewerbungsablauf ist. Manchmal wollen Hochschulen, dass man sich online registriert oder Bewerbungsunterlagen ausfüllt und diese dann einreicht. Oft gibt es auch eine Liste von Vorgaben, die man einhalten sollte, weil man sonst eventuell vom Bewerbungsverfahren ausgeschlossen wird. Diese Liste beinhaltet meistens den Umfang der Arbeiten oder auch das Format, welches die Kunstwerke und die Mappe an sich nicht überschreiten darf.

Wenn du das auf dem Schirm hast, kannst du anfangen. Du solltest dir allerdings auch überlegen ob deine Mappe ein Thema haben soll. Ich habe damals mit einer Mappe zum Thema »Zeit« angefangen. Jedoch solltest du darauf achten, dass du keine Klischees bedienst. Ich habe in meine Mappe keine Zeichnungen von Uhren oder ähnliches Zeug gelegt, sondern das Thema Zeit auf Jahreszeiten und Epochen bezogen.

Versuche auch nicht so viele „alte“ Kunstwerke, von vor 5 Jahren oder so, hinein zulegen. Oft wollen Hochschulen auch eine Steigerungskurve deines Könnens sehen. Qualität der Arbeiten zählt oft mehr als die Quantität.

Plane genug Zeit, für die Erstellung der Mappe, ein. Ich habe für meine erste Mappe 3 – 4 Monate gebraucht. Natürlich habe ich vor allem in den letzten paar Wochen, vor der Abgabe intensiv daran gearbeitet. Es ist aber wichtig, dass du dir genug Zeit nimmst um Ideen und Konzepte zu entwickeln und auszuarbeiten.

Mach dir kein Stress wenn du die Technik noch nicht zu 100% beherrschst. Oft zählt die Idee an sich mehr als die Ausarbeitung und das Endergebnis. Ich zum Beispiel kann nicht gut Realistisch zeichnen. Ich habe dann einfach Skizzen angefertigt. Zudem habe ich festgestellt, dass Hochschulen gern auch Konzepte und nicht nur die Ausarbeitung sehen wollen.

Mach das was dir Spaß macht. Wenn du gern zeichnest dann tu das! Wenn du gern bastelst dann erstelle eine Collage! Versuche auch mit verschiedenen Materialien zu experimentieren und auszuprobieren. Hast du noch nie mit Acryl gemalt, probiere es in Verbindung mit deinen Vorlieben aus. Verkörpere die Dinge die dich wirklich interessieren. Du magst Politik, dann mach eine Collage zur derzeitigen Situation. Sei du selbst und versuche nicht die großen Künstler zu kopieren. Das sagt leider nichts über dein Talent aus, sondern nur über die Beherrschung deiner Technik, im besten fall.

Lass dich beraten. Zeig deinen Freuden und deiner Familie deine Arbeiten und frag sie was sie davon halten.

Sei Stolz auf dich und das was du geschafft hast. Sei nicht so selbstkritisch. Glaub an dich und dein Können/ Talent/ Interesse. Nach der ersten Absage war ich auch sehr entmutigt aber ich habe weiter gemacht. Alles was du tust, trägt zu deiner persönlichen Entwicklung bei!

Fakten über meine Mappen:
Meine erste Mappe war A2 groß. Aus sehr stabilen aber auch schweren Karton. Meine Bilder waren aber maximal A3 Format. Ich habe damals alle Bilder auf einfarbigen Karton aufgezogen, weil das eine Hochschule so wollte. Empfinde ich Persönlich als Material- und Kostenverschwendung.

Meine Mappe für die aktuelle Bewerbung ist A3 groß. Das reicht mir. Aus schwarzem Karton mit Gummi an den Ecken zum zu machen. Bilder einer Reihe klebe ich gemeinsam auf ein dickeres Papier. Ich lege meiner Mappe immer mein Lebenslauf und meine Studienmotivation bei. Zudem 1-2 Art Journals und meine Ideen Entwicklungen/Konzepte. Ich verwende kaum mehr arbeiten aus meinen ersten Bewerbungen. Ich produziere Neues. Leinwände die nicht, in die Flache Mappe passen, Fotografiere ich und lege die Fotos bei.

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